Meine Nachtmeerfahrt

Sie ist auch bekannt als "Dunkle Nacht der Seele" - unsere grosse Nachtmeerfahrt, die archetypische Reise zur Begegnung mit der Realität des eigenen Todes, die ein Mensch nur in dieser - weil materiellen / körperlichen - Wirklichkeit erleben und er-fahren kann.

Ich hatte das Glück und den grossen Segen, dass ich meine Depressionserfahrung statt als "Krankheit" als Initiation begriff und sie so bewusst hinterfragen, die sich ergebenden Themen und Probleme angehen und in mein Leben hier auf Erden integrieren konnte.

Es folgten nach gründlicher Stabilisierung ("Erdung") meine konkreten Schritte in der äusseren Wirklichkeit. Es bleibt trotz aller Erkenntnisse stets bei dir, die Verantwortuing für dein Leben zu übernehmen und konkrete Entscheidungen zu treffen, wie du es fortan leben möchtest.

Unverzichtbar ist im Falle einer Depression die fachkundige Begleitung eines ausgebildeten Psychotherapeuten. Auch ich habe damals eine solche in Anspruch genommen. Solltest du selbst an diesem Punkt deiner Entwicklung stehen, gilt für dich daher dasselbe!

Unterschätze niemals die Kräfte, die deine Seele freisetzt! Fürchte sie nicht, aber respektiere sie, und handle daraufhin mit gesundem Menschenverstand und offenem Herzen.

WICHTIGER HINWEIS:

Meine Erfahrungen und Texte ersetzen natürlich nicht den Arzt oder Therapeuten, Medikamente dürfen selbstverständlich in keinem Fall abgesetzt und Therapien nicht abgebrochen werden. Bitte stets Rücksprache mit dem behandelnden Arzt/Therapeuten halten!

In meinem persönlichen Lebenszusammenhang brachte mich die Nachtmeerfahrt zum Schamanismus. Ich erfuhr später, dass Initiationen zum Werdegang eines Schamanen gehören. Meine Depression kann ich für mich ganz klar als solche bezeichnen.

Ich hatte damals mit Panikattacken zu kämpfen und erfuhr die beunruhigenden Zustände der Derealisation und Depersonalisation. Ich war die ganze Zeit über der Beobachter, was sehr schmerzhaft war, da ich nicht einfach so eingreifen konnte, und nahm also sehr bewusst wahr, dass mit mir "etwas nicht stimmte"; ebenso wusste ich in einem Winkel meines Gehirns, dass ich das alles später aufschreiben und weitergeben würde, so wie immer. In den schwärzesten Stunden war mir jedoch der Zugang auch zu diesem Winkel verschlossen.

Niemals verlor ich den Kontakt nach innen zu meiner Intuition (Hohes Selbst) und erhielt so auf der gesamten Reise eine engmaschige Unterstützung, hilfreiche Einsichten, Tipps und genug Dosen LIEBE, um nicht zu ver-zwei-feln. Ich bin dafür unendlich dankbar.

Meine Gabe des Sehens innerer Bilder verstärkte sich während der Depression/Initiation, und dies ist mir im weiteren Verlauf erhalten geblieben.

Aus heutiger Sicht war diese dunkle Zeit eins der grössten Geschenke meines bisherigen Lebens und ich möchte sie nicht mehr missen. Einfach, weil ich dabei mehr gelernt habe als je zuvor - über mich, über das Leben, über den sog. "Verstand" und seine Ängste.

Mir gehts heute wieder gut und ich sorge dafür, dass ich immer meine Erdung behalte :-) Als wunderbare neue Angewohnheit habe ich Bewegung an der frischen Luft für mich daraus mitgenommen sowie eine tiefe Verbindung zur Natur.

Du kannst meine Nachtmeerfahrt in Kurzfassung als Text zum Lesen anfordern:

Auszug:

"Es gab in meinem Leben zwei Begegnungen mit Gott, die im Gesamtablauf der Ereignisse als Einweihungen zu verstehen waren. Beide Begegnungen veränderten den Lauf meines Lebensflusses ganz entscheidend.

Die eine Begegnung weihte mich in die LIEBE ein, die zweite in den TOD.

Die erste Begegnung geschah vor vier Jahren, als ich unverhofft meinem männlichen Seelenspiegel in die Augen blickte. Darüber habe ich ein ganzes Buch geschrieben sowie eine Webseite. Diese Begegnung fand im Aussen statt und zeigte mir die Einheit im Sinne von absoluter Verbundenheit.

Die zweite Begegnung geschah ebenso verblüffend und für mich unerwartet wie die erste und in einem ganz entgegen gesetzten Kontext - sie geschah gewissermassen auf der dunklen Seite des Mondes, auf der Rückseite der Medaille, jenseits vom Licht, im Schatten. Sie fand im Inneren statt und zeigte mir die Einheit im Sinne von absolutem Alleinsein. All-ein. "

 

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