Du und dein Vater /deine Mutter)

Wenn du dich auf den Weg der Dualseele gemacht hast, kommst du nicht darum herum, dich intensivst mit deinem Vater auseinanderzusetzen (für eine weibliche Seelenpartnerin entsprechend mit deiner Mutter). Es wird ganz sicher immer derjenige Elternteil gespiegelt, mit dem du in diesem Leben etwas aufzuarbeiten hast.

Nun magst du sagen, ach nö, das ist mir alles zu anstrengend, ich will hier nur Freude erleben und verzichte darauf. Das ist deine freie Entscheidung, dann auf Wiedersehen.

Wenn du jedoch ernsthaft gewählt hast, deine DS-Energie in diesem Leben zu manifestieren, musst du in den Spiegel schauen und dein Leben klären, denn sonst ist das unmöglich. Die Schatten sind da, und sie wollen gesehen werden, damit du sie loslassen kannst. Nur wer seine dunkle Seite integriert, erlebt seine Ganzheit. Lass dir also nicht einreden, es gehe auch ohne jegliche Bewusstseinsarbeit.

Beladen mit alten Blockaden, Programmen und Mustern kannst du nicht diese deine reinste Liebesenergie (= den Himmel) auf die Erde bringen.

Bitte vergiss nicht, dass die Dualseele keine Person ist, sondern deine Ursprungsenergie, und diese wird jeweils durch ein passendes Gegenüber ver-körpert. Dies muss nicht zwangsläufig lebenslang ein und derselbe Partner sein; wenn du dich sehr langsam entwickelst, ist es eine lange Zeit derselbe Spiegel. Gehst du schnell voran, kann sich schnell Bedarf nach einem neuen, geeigneteren Spiegel einstellen. Unromantisch? Wir sind auch nicht zum Üben hierher gekommen, zumindest nicht wir Dualseelen. (Es gibt keine Meister, die üben!)

Meistens sind es Frauen, die sich mit dem Thema Dualseelen befassen, und meistens sind diese Verbindungen von Distanz geprägt. Warum eigentlich?

Wir entstammen der Generation der sog. abwesenden Väter. Diese Väter sind Kriegskinder oder Kinder der Kriegskinder, und sie kommen somit aus einer Zeit und Erziehungssituation, in der Menschen sich Gefühle nicht erlauben konnten, in der Gefühllosigkeit das psychische Überleben sicherte. Sie sind innerlich abwesend, die meisten auch physisch durch ihre Arbeit und ihre Rolle als sog. Ernährer der Familie.

Es ist nun an uns, diesen Bann zu durchbrechen, diese alten Muster und Rollenvorstellungen aufzulösen und somit zu verhindern, dass die traumatischen Erfahrungen und die Gefühls-Armut (mit allen anhängenden Themen wie materieller Mangel, Ängste, nicht gelebte Trauer etc.pp.) an die nächsten Generationen (= unsere Kinder und Enkel) unerledigt weitergereicht werden. Dass Traumata "vererbt" werden, ist heute bestens bekannt. Jede Familie teilt ein morphogenetisches Feld (dieses wird z.B. auch beim sog. Familienstellen aufgerufen). Jede neue Generation greift erneut auf die dort gespeicherten Programme und Themen = Informationen zu. Die Erziehung und das lebendige Vorbild tun dann ihr übriges.

Folgende Bücher kann ich dir zum Thema empfehlen (weitere Literaturtipps kannst du über meine Emailadresse atlantia@online.de anfordern):

Sigrid Steinbrecher, Die Vaterfalle. Die Macht der Väter über die Gefühle der Töchter.

Anne-Ev Ustorf, Wir Kinder der Kriegskinder. Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkireges.

Scherrmann-Gerstetter/Scherrmann, Das Brave-Tochter-Syndrom ... und wie frau sich davon befreit.

Linda Leonard, Töchter und Väter

Mir haben The Work von Byron Katie und EFT ("Klopfen") sehr gute Dienste bei der Auflösung der alten Programme aus Kindheit und Jugend geleistet. Du musst selbst für dich herausfinden, was dir helfen kann. Wie immer ist ein jeder für sein eigenes Wohl selbst verantwortlich und sollte bei Problemen stets einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten zu Rate ziehen. :-)

Die eigene seelische Freiheit ist das Feld, auf dem die Dualseele landen kann.

Ich wünsche dir viel Freude beim Erwachsenwerden :-)))

 

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